So kann Manuka-Honig die Gesundheit Ihres Darms fördern

Gast-Post von

Charlotte Haigh

Charlotte Haigh ist eine in London ansässige Gesundheitsautorin, die regelmäßig für Titel wie Stylist, Marie Claire, Woman & Home, Healthy, Women's Health, Grazia und Health & Fitness schreibt.

Die Ansichten der Autorin sind nicht unsere eigenen.

Sie greifen vielleicht zum Manuka-Honig, wenn Sie Husten oder eine Erkältung haben. Wusste Sie aber, dass Manuka-Honig auch Ihre Verdauung fördern kann? Manche Manuka-Fans schwören auf seine verdauungsfördernden Kräfte. Wie aber genau kann er helfen?

Ein Förderer guter Bakterien

In den letzten Jahren wurde viel über gute Bakterien berichtet. Eine gesunde Besiedelung des Darms mit guten Bakterien – das sogenannte Mikrobiom – ist für eine effiziente Verdauung und ein starkes Immunsystem von größter Bedeutung denn es bekämpft u. a. Bakterien, wie diejenigen, die Lebensmittelvergiftungen verursachen. Einige Studien weisen auch darauf hin, dass ein gutes, vielfältiges Mikrobiom eine Reihe weiterer gesundheitlicher Vorteile hat, z. B. hält es schlank und beugt Herzerkrankungen vor.

Leider ist die moderne Lebensweise etwas von einem Feind des Darmmikrobioms. Der Aufbau guter Bakterien beginnt schon mit der Geburt, und wenn Sie per Kaiserschnitt geboren wurden, fehlt Ihnen die Dosis Bakterien, die Sie bei einer vaginalen Geburt erhalten. Das Stillen liefert eine weitere Menge nützlicher Bakterien – wenn Sie also mit der Flasche gefüttert wurden, haben Sie wieder etwas verpasst. Später können Antibiotika, Stress und eine schlechte Ernährung weiter die Anzahl gesunder Bakterien in Ihrem Darm reduzieren.

Daher stammt das aktuelle Interesse an Probiotika und Präbiotika. Probiotika sind nützliche Bakterien wie Acidophilus, Bifidobacterium und Lactobacillus, die mit den natürlichen Darmbakterien identisch oder ihnen ähnlich sind.1 Präbiotika sind Lebensmittel, die sich positiv auf Probiotika auswirken – im Grunde wie ein Nährboden für gute Bakterien. Zu den wirksamen präbiotischen Lebensmitteln gehören Porree und Bananen – aber auch Honig hat nachweislich eine präbiotische Wirkung.2

Studien haben ergeben, dass Honig Fructo-Oligosaccharide enthält, eine bestimmte Art von Präbiotika, die die Zunahme von Probiotika wie Lactobacillus und Bifidobacterium anregen und erhalten.3

Und Manuka-Honig kann besonders wirksam sein, was die Darmgesundheit betrifft, und zwar so...

Er kann Magengeschwüre bekämpfen

Einige Studien kamen zu dem Ergebnis, dass die natürliche antibakterielle Wirkung von Manuka-Honig eine Rolle bei der Bekämpfung von Heliobacter pylori spielen könnte, dem Bakterium, das Magengeschwüre verursacht. Manuka-Honig ist aber auch als wirksames Präbiotikum bekannt, das die Menge eines Lactobazillus-Stammes erhöht, der ebenfalls vor Magengeschwüren schützt. So geht die Wissenschaft davon aus, dass er eine doppelte Wirkung hat.4 Im Moment ist allerdings noch nicht klar, wie viel Manuka-Honig man zu sich nehmen muss, um ein Magengeschwür zu bekämpfen, und es sind weitere Studien nötig.

Er kann bei Lebensmittelvergiftungen helfen

Manuka-Honig ist bekannt für seine antibakterielle Wirkung – und kann einen der Haupterreger bekämpfen, der schwere Lebensmittelvergiftungen verursacht. Clostridium difficile, normalerweise als C. difficile abgekürzt, verursacht Durchfall und andere unangenehme, manchmal schwere Symptome. Eine Studie von 2013 ergab, dass Manuka-Honig das Wachstum des Bakteriums hemmt und somit ein wirksames potenzielles Mittel zur Behandlung darstellen könnte.5

Manuka-Honig kann CED-Symptome lindern

Im Hinblick auf andere Darmprobleme gibt es vermutlich noch nicht genug verlässliche wissenschaftliche Erkenntnisse, um mit Sicherheit sagen zu können, wie und warum Manuka helfen kann. Erste Studien deuten jedoch darauf hin, dass Manuka-Honig bei entzündlichen Darmerkrankungen (CED) entzündungshemmend wirkt, und einige Betroffene schwören darauf. Es sind aber noch weitere Studien nötig, um zu verstehen, wie er helfen kann.

Wenn Sie mit Manuka-Honig etwas für Ihre Darmgesundheit tun möchten, könnten Sie ihn zum Beispiel mit anderen darmfreundlichen Lebensmitteln mischen. Hier sind einige Ideen:

  • Rühren Sie einen Löffel Manuka-Honig unter etwas Naturjoghurt, der probiotische Bakterien enthält.
  • Geben Sie ein wenig Manuka-Honig in Obstsalat – Obst enthält viele Ballaststoffe, die wichtig sind, um gute Darmbakterien zu nähren.
  • Bestreichen Sie einen ballaststoffreichen Haferkuchen mit etwas Manuka-Honig und fügen Sie gehackte Banane hinzu, ein weiteres effektives Präbiotikum.

Quellen
1. Mayo Clinic, Acidophilus. https://www.mayoclinic.org/drugs-supplements-acidophilus/art-20361967
2. Landry BKU et al. Honey, probiotics and prebiotics: review. Research Journal of Pharmaceutical, Biological and Chemical Sciences 7(5):2428 · September 2016
3. Landry BKU et al. Honey, probiotics and prebiotics: review. Research Journal of Pharmaceutical, Biological and Chemical Sciences 7(5):2428 · September 2016
4. Mohan A et al. Effect of honey in improving the gut microbial balance. Food Quality and Safety, Volume 1, Issue 2, 1 May 2017
5. Hammond EN and Donker ES. Antibacterial effect of Manuka honey on C.difficile. BMC Res Notes. 2013 May 7;6:188

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